.: Münsterländer in Not :.
 

Rassebeschreibung

Der kleine Münsterländer ist seiner langen Entstehungsgeschichte entsprechend ein Jagdgebrauchshund. Bei der gezielten Weiterentwicklung der Rasse wurde immer hauptsächlich Wert gelegt auf einen funktionellen Körperbau sowie Temperament, Wesensfestigkeit und Raubzeugschärfe. Wenngleich der Kleine Münsterländer in für die Rasse schwierigen Zeiten aus dem Grund überlebt hat, dass er sich auch als wachsamer, anhänglicher, familienbezogener und zumeist kinderfreundlicher Familienhund eignet, sollte sein Ursprung keinesfalls außer acht gelassen werden.

Der Kleine Münsterländer ist intelligent, hat eine rasche Auffassungsgabe und kann seine gemachten Erfahrungen schnell auswerten. Er hat einen ausgeprägten Spurwillen und zeichnet sich durch Bringfreudigkeit -auch aus dem Wasser- aus. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem ausgezeichneten vielseitigen Jagdgebrauchshund. In Nichtjägerhänden benötigt er unbedingt (!) seinen Anlagen entsprechende körperliche und geistige Auslastung, um als zuverlässiger freundlicher Begleithund begeistern zu können. Fährtenarbeit, Dummytraining, Objektsuche, Mantrailing, Rettungshundearbeit oder auch Agility, Flyball und Disc Dogging bieten sich als Beschäftigungsmöglichkeiten an.

In den letzten Monaten werde ich zunehmend mit dem Vorurteil konfrontiert, Kleine Münsterländer seinen oft wesenschwach oder aggressiv, weil der eigene oder ein bekannter Hund z.B. Fahrradfahrer verfolgen oder nach Fremden schnappen. Oft handelt es sich hierbei aber einfach um Hunde, die nicht artgerecht beschäftigt werden, sondern als hübscher Familienhund ein weitgehend arbeitsloses Leben führen- nicht jeder Kleine Münsterländer toleriert dies, ohne auffälliges Verhalten zu zeigen. 


Rassestandard

 

Ursprung: Deutschland; Verwendung: Gruppe 7 Vorstehhunde; mit Arbeitsprüfung

1. Größe:

Schulterhöhe Rüden 52 bis 56 cm, Hündinnen 50 bis 54 cm. Zulässige Größenabweichung 2 cm (Messtoleranz)

2. Farbe:

braun weiß, Braunschimmel, lohfarbene Abzeichen an Fang und Auge gestattet. (Jungklaus’sche Abzeichen)

3. Kopf:

edel, trocken, leicht gewölbt, nicht zu breiter Oberkopf mit kleinem Stopp. Der Kopfausdruck gehört zum Typ.

4. Fang:

kräftig, lang und gerade; kurze, gut aufeinander liegende Lefzen; Nasenschwamm braun, helle Flecken auf dem Nasenschwamm sind unerwünscht.

5. Behang:

Breit, hoch angesetzt, fest anliegend, nach unten spitz zulaufend, nicht zu weit über den Lefzenrand hinausragend. Kurzhaariger, glatter Behang ist fehlerhaft.

6. Auge:

möglichst dunkelbraun. Augenlider fest am Augapfel anliegend und die Bindehaut bedeckend. Entropium/Ektropium und Vogelauge sind fehlerhaft.

7. Rumpf:

Brust: tief und geräumig, nicht tonnenförmig

Hals: mittellang

Nacken: muskulös und leicht geschwungen

Rücken: fest, mittellang, mit breiter, fester Nierenpartie

Leib: wenig aufgezogen

Haut: straff anliegend

8. Haar:

schlicht, dicht, mittellang und wenig gewellt, fest anliegend.

9. Läufe:

Vorderläufe gerade, befedert; Hinterläufe gut gewinkelt, behost.

10. Pfoten:

rund, gewölbt, geschlossen. Zuviel Behaarung ist unerwünscht. 

11. Rute:

mittellang, mit langer Fahne, gerade getragen, im letzten Drittel darf sie leicht nach oben gekrümmt sein.

12. Gesamteindruck:

bei viel Adel und Eleganz kräftig

N.B. : Rüden müssen zwei sichtlich normale, gut im Skrotum liegende Hoden aufweisen

 (Quelle: Münsterländer Verband)

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